Ihr kennt die Situation, wenn das Posten von begrenzt sinnvollen Statusmeldungen auf Facebook, der Check-In am Bahnhofsklo via Foursquare und das Veröffentlichen eurer Videos, bei denen ihr zeigt, dass ihr in weniger als 37 Minuten einen halben Liter Bier nahezu ohne zu heulen trinken könnt, weil euch jemand dafür "nominiert" hat, irgendwann langweilig wird.
Doch wohin jetzt mit der scheinbar "unverschwendbaren", übrigen Zeit?
Zu Instagram - einem mobilen Image-Sharing-Service, bei dem ihr mit vorgefertigten 08/15-Bildeffekten jeden noch so lächerlichen Schnappschuss in eine Sensation verwandeln könnt. (So die Betreiber der Seite)
Ich selbst habe mich in einem wissenschaftlichen Kontext ebendort angemeldet und einige Best-Practice-Analysen zum Thema "Instagram-Posts" durchgeführt.
Mit Schrecken musste ich dabei feststellen, dass gerade die neuen User, die sich bei diesem phänomenalen Service anmelden, oft kaum wissen, wozu dieser eigentlich gedacht ist.
Um diesem Missstand zukünftig beizukommen, folgt ein kurzer Guide, damit auch deine ersten Posts zu einem grenzenlosen Erfolg werden.
Das Motiv
Um ein passendes Motiv für seine Uploads zu finden, ist es sinnvoll zunächst die Bedeutung des Markennamens "Instagram" zu kennen. "Insta" kommt von "instant" - also "sofort". "gram" kommt von "Telegram" also quasi eine "Mitteilung".
Der Service ist also dazu gedacht eine sofortige oder spontane Mitteilung zu machen. Dementsprechend unkreativ darf auch das Motiv gewählt werden.
Wer trotzdem noch ideenlos ist... hier meine Top 4 der erfolgsversprechendsten Motive:
- Essen (egal ob selbstgemacht oder im Restaurant)
- Selfies (dazu später noch ein Profi-Tipp)
- Beine (am besten deine eigenen, aus der Ich-Perspektive)
- Screencaps von tiefgründigen Zitaten, die deinem momentanen Gemütszustand Ausdruck verleihen
"Attitude"
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| Wacht mit gestylten Haaren auf: Patrick Dempsey |
Aber fangen wir vorne an...
Bist du noch dem Irrtum auferlegen, Instagram-Bilder seien doch nur von bekannten Persönlichkeiten interessant, lass dir gesagt sein: falsch!
Denk doch mal nach... wie oft wachst du morgens auf, in stiller Verzweiflung, weil du nicht weißt, welchen Eyeliner deine beste Freundin heute morgen aufgetragen hat?
Machen wir uns nichts vor: selten. Und warum? Weil deine beste Freundin bereits ein Foto davon auf Instagram gepostet hat!
Was ich damit sagen will: Wenn du nur den Hauch einer Vorstellung hast, dass dein potentielles Bild auch nur einen einzigen Menschen im WWW interessieren könnte... bitte, lade es hoch!
Aber nun zum Thema "Was soll mein Bild rüberbringen?".
Hier der versprochene Profi-Tipp:
Dafür machst du dir zu Nutze, was die Leute, die ein Instagram-Bild sehen, erwarten.
Nämlich nichts. Wahrscheinlich sogar noch weniger.
In der Theorie musst du also keineswegs gut geschminkt sein, dein künstlichstes Fotolächeln aufsetzen oder dergleichen... nicht wahr?
Stimmt. Es ist nicht wahr!
Du willst selbstverständlich auf jedem einzelnen deiner Bilder aussehen, wie ein Victoria's Secret Model! Und warum?! Damit die Leute denken, dass du so "normal" aussiehst. In etwa so, als wenn Patrick Dempsey in deiner Lieblingsserie ins Bett geht und morgens mit perfekt gestylten Haaren wieder aufwacht! Das klingt vielleicht nach fiesen Fernseh-Tricks... aber DU kannst das auch!
#Hashtag
Dein Motiv ist perfekt? Die Wirkung auch? Dann ist es Zeit für den letzten Schliff!
Hierbei hast du durch die Verwendung von Hashtags die Möglichkeit, dass jeder noch zu weit entfernte Suchbegriff in irgendeiner Form auf dein Bild verweist.
Bei Selfies empfielt sich ganz traditionell ein #selfie. Bei der Fotografie von Essen, ist ein Hashtag mit der genauen Bezeichnung des Gerichts inklusive aller Beilagen zu empfehlen. Bist du hier nicht sicher, ob man diverse Bestandteile eines Gerichts zusammen oder getrennt schreibt: nimm beides, um absolut sicher zu gehen.
Beispiel:
#rindersteak #steak #filet #pommes #fritten #pommesfrites #salat #eisbergsalat #tomaten #kräuterbutter #kräuter #butter #frenchfries #chips #fries #french #fries #beef #rind
#tagforlikes ...
An diesem Beispiel wird auch sehr gut die Mehrsprachigkeit deutlich. Du möchtest anderssprachigen Ländern deine Bilder schließlich nicht vorenthalten?!
Das nahezu obligatorische "tagforlikes" ist immer ratsam, gerade wenn du den Eindruck hast, dein Bild könnte nur von einer ungenügenden Anzahl von Nutzern geliked werden.
Nun weißt du, wie du beim Posten von Bildern auf Instagram vorgehen musst, um die grundlegendsten Regeln zu beachten. Wenn du schon ein paar Bilder online hast, kannst du auch schauen, welches dir die meisten Likes beschert hat und mit dem Konzept weiterarbeiten. Denn darum geht es ja schließlich. Um soziale Akzeptanz und Likes!
Ich mein' ja nur...
#tagforlikes


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