Irgendwann steht wohl jeder Internetnutzer vor der Frage, ob er die sinnlosen, gemeinen oder sinnlos gemeinen Kommentare, die er so zum Weltgeschehen hat, für sich behalten oder andere daran teilhaben lassen soll.
Entweder weil man sich einbildet, dass es irgendwie von allgemeinem Interesse sein könnte, ganz lustig ist oder man einfach nur seine Gedanken festhalten will.
So weit nicht weiter verwerflich, aber doch habe ich das Gefühl mich rechtfertigen zu müssen.
Ein Blog soll es also sein...
["Wow... wie innovativ... das da noch niemand vor dir drauf gekommen ist... Moment..." - die Redaktion]
Warum mache ich es nicht, wie jeder überdurchschnittlich mitteilungsbedürftige Mensch im Internet und poste auf Facebook? Warum drucke ich nicht eine eigene Zeitung? Eine TV-Show?
Erklärungsversuche...
Von hinten angefangen... TV-Show. So viel Dreck, wie RTL, kann ich gar nicht produzieren. Aber was ist mit Zeitung? Generation Y, medialer Wandel... und dann 'ne Zeitung? Mit Sicherheit...
Und zum Thema "Facebook"... da muss ich ein wenig weiter ausholen. Der Vorteil eines Blogs ist ja bekanntlich, dass er gelesen werden kann. Von Leuten, die das interessiert. Und jetzt kommt der Kracher: aber nicht gelesen werden muss. Ihr merkt, worauf ich hinaus will.
Ich meine, wir alle haben doch diesen Freund, den man im Grunde nicht blockieren will, weil einem der Kontakt eigentlich wichtig ist, man das aber mehrmals am Tag vergisst, wenn man seine Status-Updates liest, die nicht nur Aufschluss darüber geben, wann er aufsteht und schlafen geht oder was er gerade isst (mit wem und wieso), sondern vielmehr jeden Schritt seines langweiligen Lebens mit geradezu militärischer Präzision dokumentieren. Nun gut... wenn bei den zahlreichen Fotos von Gerichten, die offenbar so lecker sind oder die postende Person mit Stolz erfüllen, dass es die ganze Welt sehen sollte, wenigstens die Rezepte dabei stünden, bräuchte ich nie wieder ein Kochbuch kaufen.
So... Quintessenz des letzten Absatzes... kein Facebook zum Bloggen.
Ich mein' ja nur...
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